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Orientierung und Mobilität: Schulungen für Kinder

Viele Informationen über Orientierungs- und Mobilitätstraining beziehen sich auf O&M für Erwachsenen.

Dabei wird häufig von sognannten „Späterblindeten“ ausgegangen, die sehend zur Welt kamen und nun als Erwachsene durch eine Erkrankung oder einen Unfall erblindet sind. Für diese Menschen geht es darum, ihren Alltag nun blind zu bewältigen und die Schulung in O&M  bezieht sich im Wesentlichen auf den Gebrauch des Langstocks.

Deshalb ist es häufig schwierig, eine Bewilligung für Schulungen in Orientierung und Mobilität für Kinder von den Krankenkassen bewilligt zu bekommen. Auch dort geht man davon aus, dass es sich hauptsächlich um ein Langstocktraining handelt, das man frühestens Kindern im Grundschulalter zutrauen kann.

Bei der Schulung in Orientierung und Mobilität mit Kindern muss jedoch von einem völlig anderen Ansatz als bei Erwachsenen ausgegangen werden und das Training mit dem Langstock steht dabei nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die aktuellen und sehr individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes.

Denn natürlich werden blinde bzw. sehgeschädigte Kinder nicht erst im Grundschulalter mobil. Deshalb ist es wichtig, auf die Schulung in O&M auch für junge Kinder zu bestehen und bei den Krankenkassen entsprechend zu argumentieren.

Bis zum Beginn der Grundschule ist die  Frühförderung für O&M zuständig. Einige Frühförderer haben sich in O&M weitergebildet und können wertvolle Tipps und Anleitung geben. Es empfiehlt sich aber auch, einen ausgebildeten Rehalehrer für O&M zu suchen, der bereits Erfahrung mit Kindern hat. Eltern älterer Kinder können dabei eine Hilfe sein.

Auf der Internetseite der Rehalehrer (www.rehalehrer.de) gibt es die Möglichkeit, nach Rehalehrern im wohnortnahen Bereich zu suchen und dann nach deren Erfahrungen mit Kindern zu fragen. Die Rehalehrer sind auch bei der Beantragung bei den Kostenträgern behilflich. Außerdem gibt es auf dieser Seite noch viele weiter Informationen zum Thema.

Eine schöne Einführung zum Thema gibt es auch auf der Homepage von www.fokus-ev.de

Über die Klicksonartechnik, die in Deutschland durch Daniel Kish in letzter Zeit populär wurde, gibt es mehr Informationen bei www.anderes-sehen.de

 

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