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Klettertag an der Wiesbadener Nordwand Klettertag an der Wiesbadener Nordwand

19.09.2015 00:00

„Berg Heil“ und „Servus“ wer da wieder heile runter kam!

Was für ein Tag - das ist nichts für Angsthasen oder Menschen mit der Neigung zur Höhenangst.
Bewundernswert wie selbstsicher und frei von sämtlichen Berührungsängsten die Teilnehmer (im Besonderen die Kinder) die Parcours im Indoor Klettergarten in schwindelnder Höhe von 4 m absolvierten.
Selbst das Kletterteam von der Wiesbadener Nordwand war positiv überrascht wie fix die Kinder, trotz ihrer Sehbehinderung oder Blindheit, durch den Klettergarten und oder an der Kletterwand marschiert sind. Es glich einer Horde Steinböckchen, die nichts anderes tun als sich in ihrem sicheren Umfeld vorwärts zu bewegen. Ich selbst musste die Erfahrung machen, trotz Sicherung durch Gurte, dass wir Sehenden doch eher durch das Erkennen der Höhe und der evtl. Gefahr bei einem Sturz zu Ängsten neigen, die uns in unserem doch so sicheren Handeln eine Bremse sein können. Ich habe es bis zur Plattform geschafft ehe mich die Angst wieder zum Rücktritt
zwang, umso begeisterter war ich mitanzusehen wie viel Spaß die Kindern und Jugendlichen beim Klettern an der Wand, im Klettergarten oder auf der Riesenschaukel hatten. Für jeden war was
dabei und auch die Geschwisterkinder kamen auf ihre Kosten.
Die Riesenschaukel war noch mal das Highlight zum Abschluss. Jedes Kind was noch nicht genug hatte durfte es sich in der Riesenschaukel bequem machen.
Natürlich waren auch hier die Kinder durch Gurte gesichert, denn es handelte sich hier nicht um eine handelsübliche Kinderschaukel. Nein, hier ging es um das Gefühl des freien Schwebens wie ein Vogel in extremer Höhe. Wenn die Kinder gesichert in ihrem Sitz lagen wurden sie mit einem Seil nach oben an die Hallendecke gezogen, wobei die Höhe von Kind zu Kind variierte. Wenn die Kinder bereit waren wurde der Countdown von fünf auf eins herunter gezählt und das Seil, was sie heraufgezogen hatte gelöst. Mit einem riesen Ruck ging es dann in den fast freien Fall, der bei den meisten ein starkes Kribbeln im Bauch verursachte. Dieser Reiz war so unglaublich, das wirklich alle Teilnehmer mit einem riesen Grinsen und dem Wunsch noch mal schaukeln zu dürfen aus ihren Gurten befreit wurden.
Zum Abschluss saßen wir alle gemeinsam an einem großen Tisch, der einer riesen Tafel glich, an der wir die Erlebnisse noch mal Revue passieren ließen. Gemeinsam tauschten wir uns aus und teilten uns wie in einer Großfamilie Pizza, die Frau Kremer zuvor bestellt hatte. Aus fünf Variationen konnte jeder seine Lieblingspizza wählen. Es war ein super schöner Tag und ich möchte im Namen aller Teilnehmer der Familie Kremer für die grandiose Idee die Umsetzung dieses Erlebnisses und für die Verpflegung danken. Auch ein Danke an das Wiesbadener Kletterteam, die dieses für unsere Kinder möglich gemacht haben.
Ich bin mir sicher sagen zu können, dass wirklich jeder egal bei welcher Art von Tätigkeit an dem Tag etwas für sich mitgenommen hat und sei es „nur“ mit anzusehen wie frei und entspannt dieser
Tag für jeden Teilnehmer war.

Euer Mitglied
Kathrin Berschet aus Friedberg

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